Crana Historica 2014

Crana Historica IV.
trotzte den tropischen Temperaturen


Kronach. Rundum zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen des Historischen Vereins Kronach e.V. zum Abschluss des Festivals auf der Festung Rosenberg, welches am Pfingstwochenende seine vierte Auflage feierte. Sowohl die mehr als 700 Aktiven, als auch tausende Besucher trotzten der extremen Hitze und genossen eine Reise durch die Zeit. Drei Tage lang herschte auf der Festung der Ausnahmezustand und ein ganz besonderes Flair. Erneut gelang es dem Team um Thomas und Nadine Zwingmann eine Zeitreise der ganz besonderen Art auf die Beine zu stellen. Unterstützt von Rosi Ross, Walter Schintzel-Lang, Michael Schütze, Jörg Werthmann, Karl-Heinz Pohl, Tino Vetter, Tina Vadasz-Hain und Jürgen Jakob, sowie vielen ehrenamtlichen Helfern hat der Historische Verein Kronach e.V. Crana Historica erneut zu einem Festival der Superlative werden lassen.
Die gesamte Logistik wird bis Mittwoch zurückgebaut. Die Feldlager, Buden und Kanonen sind verschwunden und der Aufbau der Tribünen für die Faust-Festspiele konnte termingerecht beginnen. Bis an die absolute körperliche Belastungsgrenze waren die Mitglieder des Historischen Vereins im Dauereinsatz und mussten auch ungewöhnliche Situationen meistern. Pünktlich zum Festivalbeginn schlüpfte am Pfingstsamstag im inneren Wallgraben eine Entenfamilie. Um die Küken nicht zu gefährden wurde vom Tierschutzverein Kronach eine kurzfristige Umsiedlung organisiert. Die Crana Historica Enten fanden, dem Vernehmen nach, einen schattigen Platz an einem Kronacher Gewässer und haben die Strapazen der Umsiedlung gut überstanden.
Traditionell gab es im Rahmen des Festes auch wieder einen ökumenischen Gottesdienst, der diesmal durch den Kronacher Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber und dem Weißenbrunner Pfarrer Christoph Teille zelebriert wurde. Die Musikgruppe Drachenmond intonierte dabei die passenden Lieder und schließlich stimmten sogar ganz in schwarz gewandete Besucher, die man sonst eher nicht bei einem Gottesdienst vermuten möchte mit ein.
Auch die beiden Feldschlachten im äußeren Wallgraben fanden sehr guten Anklang und obwohl es dabei heftig zur Sache ging gab es allenfalls nur oberflächliche Blessuren bei den Akteuren. Eine solch perfekte Inszenierung war nur durch die Teilnahme bestens ausgebildeter Kombattanten möglich, die von Ferdinand Lang geführt wurden. Obristwachtmeister Walter Schinzel-Lang moderierte die Schlachtinszenierung in kurzweiliger und mitreißender Form.
Auch das ungarische Festbankett, welches vom Arbeitskreis Flores Artium unter der Leitung von Tina Vadasz-Hain am Sonntagabend stattfand war ein hochinteressanter Beitrag, auch wenn nur ein erlauchter Teilnehmerkreis die dargebotenen Köstlichkeiten genießen konnte. Bürgermeisterin Angela Hofmann genoss die hervorragend und auch optisch sehr gelungenen Schmankerl der Feldköche aus Ungarn und Deutschland.
Auch ein Kamerateam des bayerischen Fernsehens drehte den kompletten Festsonntag auf der Festung. Die Ausstrahlung des Beitrags wird im September im Rahmen der Reihe „Bayern feiern“ stattfinden.
Ganz besonders freuten sich die Besucher auch über den ganz inkognito aufgetretenen Burkhardt Laabs, der nun als Bettelmönch in Aktion trat und lautstark, ganz ohne elektronische Verstärkung die Feuershows und Ritterkämpfe moderierte. Laabs war ja einer der Urheber der Veranstaltung gewesen und gilt noch heute als das Markenzeichen des Events.
Insgesamt gesehen war die Neukonzeption des Festivals ohne große Bühne und elektronischer Verstärkung mehr als gelungen, was vielfach an die Veranstalter herangetragen wurde. Um ein wirtschaftliches Resümee zu ziehen ist es derzeit noch zu früh. Längst liegen noch nicht alle Zahlen und Rechnungen vor. Der Historische Verein Kronach ist jedoch mehr als zufrieden, auch wenn ein paar Grad weniger dem Festival nicht geschadet hätten. Einige Besucher haben das Fest bereits jetzt zu „Sauna Historica“ umbenannt.
Die Besucherzahlen lagen wohl im Bereich der Vorjahre, allerdings kamen etliche Besucher erst in den Abendstunden und nach Kassenschluss zur Festung. Eine genaue Bestimmung der Besucherzahlen ist deshalb nicht möglich. Deutlich entspannter war jedoch die Situation in allen Festivalbereichen, denn die erstmals mit einbezogenen Bastionsbereiche für die verschiedenen Feldlager sorgten für deutlich mehr Raum.


Neuigkeiten

Wir empfehlen die folgende Veranstaltung unserer Freunde aus Lichtenberg:



Der Historische Verein Kronach stellt sich vor:
www.hv-kronach.org

Besuchen Sie auch unsere weiteren Websiten für Informationen über Kronach:
www.kronach.de
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Crana Historica IV

Crana Historica findet in diesem Jahr von Samstag, 7. Juni, bis Pfingstmontag, 9. Juni, statt. Festivalbeginn ist jeweils am Morgen zwischen 9 und 10 Uhr, Ende gegen 18 oder 19 Uhr (genaue Zeiten werden noch bekannt gegeben). Karten sind an der Tageskasse erhältlich. Diese werden - durch den Verzicht auf teure Bands - erheblich billiger sein als im Vorjahr. Tagesticket kostet 8,- Euro, das Wochenendticket 16,- €. Vergünstigungen gibt es für Kinder, Rentner, Studenten und Behinderte. Es findet kein Vorverkauf statt. Ein Shuttlebus wird während des Festivalbetriebs markante Punkte in der Stadt anfahren. Camping ist auf dem Gelände der Familie Thierauf in der Alten Ludwigsstädter Straße möglich

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